Archive for Januar, 2021


Im Bauhaus-Jubiläumsjahr können sich Besucher auf eigene Faust auf die Spuren des Neuen Bauens in NRW begeben: Drei neue Tourenvorschläge führen zu bekannten Highlights, etwa den Villen Haus Lange und Haus Esters in Krefeld am Niederrhein, aber auch zu unbekannteren Zeitzeugen, etwa dem Landhaus Ilse in Burbach im Siegerland.

Die Tour durchs Rheinland führt unter anderem zu Bauten des in Aachen geborenen Ludwig Mies van der Rohe, einer der einflussreichsten Architekten der Moderne. In Krefeld steht das Villen-Ensemble Haus Lange und Haus Esters sowie Mies van der Rohes einziger Industriebau, das HE-Gebäude der Verseidag. Auf der Tour durchs Ruhrgebiet können Besucher die Vorläufer und Einflüsse des Bauhauses erleben. Das heutige Osthaus Museum wurde 1902 von Karl Ernst Osthaus als das weltweit erste Museum für zeitgenössische Kunst als Folkwang Museum eröffnet. Und Unesco-Welterbestätte Zeche Zollverein in Essen, der Architekten Fritz Schupp und Martin Kremmer, stellt ein herausragendes architektonisches Beispiel für die Neue Sachlichkeit dar. Versteckte Highlights liegen auf der Tour durch Westfalen: Landhaus Ilse in Burbach im Siegerland etwa ist die einzig bekannte Kopie des Musterhauses „Am Horn“ in Weimar, welches der Beitrag von Georg Muche und Walter Gropius für die erste Bauhaus-Ausstellung 1923 war. Und in Soest hat der Berliner Architekt Bruno Paul, welcher zu den führenden Architekten der 1920er Jahre zählt, die Villa Plange im Stile der Neuen Sachlichkeit erbaut.

Zum Hintergrund: In kaum einem anderen Bundesland hatten die Entwicklungen des Bauhaus und seiner Vorbewegungen, Nebenströmungen und Nachfolger so deutlichen Einfluss auf die Architektur wie in den Städten des Rheinlands und Westfalen. Über 40 Ausstellungen und Veranstaltungen zeigen, wie die Bauhaus-Idee auch NRW prägte und welche vielfältigen und lebendigen Spuren und Zeugnisse des Bauhauses bis heute hier zu finden sind. Einen besonderen Leuchtturm stellt das Projekt „map 2019“ dar, in dessen Rahmen der Verein „Projekt MIK – Mies in Krefeld e.V.“ in Kooperation mit der Stadt Krefeld eine begehbare Skulptur des zeitgenössischen Künstlers Thomas Schütte zeigt.

Neben den Touren sind im Netz noch weitere touristische Angebote zum Bauhaus-Jubiläum zu finden, etwa Top-Tipps zum Bauhaus-Dreiklang Essen, Hagen und Krefeld, einen umfassenden Ausstellungsüberblick sowie eine Übersicht zu Führungen und Routen in ganz NRW.

Weitere Informationen rund um das Jubiläumsprogramm sowie Reiseziele mit Bezug zur Architektur der Moderne finden Sie unter: www.bauhaus100-im-westen.de | www.dein-nrw.de/bauhaus

Foto : Manfred Vellmer

Die Rur ist die einzige naturbelassene Wildwasserstrecke in Nordrhein-Westfalen.

Im beschaulichen Monschau findet ein rasanter Wettkampf statt. Denn am 21. März 2021 werden Kanuten beim 64. Internationalen Wildwasserrennen mitten durch den historischen Kern des Eifelstädtchens paddeln. Das Monschauer Rennen auf der Rur, der einzigen naturbelassenen Wildwasserstrecke in Nordrhein-Westfalen, gehört zu den bedeutendsten Wildwasserrennen in Deutschland. Zuschauer haben insbesondere von der Rurbrücke aus und am Marktplatz eine gute Sicht auf das Geschehen.

Da der Wettkampf als Weltranglistenrennen gewertet wird, sind neben sämtlichen deutschen Titelträgern auch namhafte Kanuten aus dem benachbarten Belgien, Luxemburg und den Niederlanden am Start.

Internet: www.monschau.de   | www.kanu-wildwasser.de

Foto: (c) Foto: Oliver Franke, Tourismus NRW e.V.

Das Fort Fun Abenteuerland ist ein saisonaler Freizeitpark bei Bestwig-Wasserfall im nordrhein-westfälischen Hochsauerlandkreis. Auf 75 Hektar finden sich etwa 40 Attraktionen und zwei Shows. Der Park ist weitgehend im Wildwest-Stil gestaltet. Als Übernachtungsmöglichkeit wird ein Blockhüttencamp angeboten.

Zur Stärkung der Marke wurde die zugehörige Ferienanlage von Davy Crockett Camp in Fort Fun Abenteuercamp umbenannt.

Internet: www.fortfun.de

Foto : © Fort Fun

Tipps zu den schönsten Parks, dem leckersten Essen, den besten Wochenmärkten

Aachen mit den Augen eines Einheimischen entdecken: Das ist mit der neuen Broschüre „Aachen auf den zweiten Blick“ möglich. Auf rund 40 Seiten werden die Aachener Stadtviertel jenseits der Hauptsehenswürdigkeiten Dom und Rathaus vorgestellt.

Den wichtigsten Stadtvierteln ist ein eigenes Kapitel gewidmet, in dem jeweils Sehenswürdigkeiten und markante Gebäude präsentiert werden. Die Broschüre enthält außerdem Tipps zu Gastronomie, Einkaufs– und Freizeitmöglichkeiten. Vom Pontviertel über Burtscheid bis hin nach Kornelimünster gibt es Hinweise auf die schönsten Parks, das leckerste Essen, die besten Wochenmärkte und vieles mehr. Der Leser erfährt, wie die Wettersäule am Bahnhof funktioniert, warum Burtscheid bei Aachenern so beliebt ist und was es mit der Sage der Burg Frankenberg auf sich hat.

„Aachen auf den zweiten Blick“ kann online durchgeblättert werden.

Internet: www.aachen.de/aufzweitenblick

Foto: Oliver Franke, Tourismus NRW e.V.

Der Eifelsteig durchquert Moorlandschaften, Wälder, Flusstäler und führt sogar an Stauseen vorbei.

Wanderer haben den Eifelsteig zum schönsten Wanderweg Deutschlands gewählt. Die Zeitschrift „Wandermagazin“ hatte bundesweit zwischen fünf Fernwanderwegen abstimmen lassen. Ergebnis: Rund 53 Prozent von insgesamt etwa 17.000 Stimmen entfielen auf den 313 Kilometer langen Weg, der von Aachen in Nordrhein-Westfalen bis nach Trier verläuft.

Eine unabhängige Jury der Zeitschrift hatte neben dem Eifelsteig den Goldsteig, den Neckarsteig, den Oberlausitzer Bergweg sowie den ebenfalls teilweise durch NRW verlaufenden Lahnwanderweg nominiert. Letzterer belegt nach dem Goldsteig Platz drei. 16.800 Wanderer, Leser und Internetnutzer nahmen von Januar bis Juni 2015 an der Wahl teil. In der Kategorie Tagestouren, in der zehn kürzere Wege zur Wahl standen, erhielt der ebenfalls in der Eifel verlaufende Traumpfad Pyrmonter Felsensteig die meisten Stimmen.

Der Eifelsteig, einer der „Top Trails of Germany“, führt auf seinen 15 Etappen mit Längen von 14 bis 29 Kilometern durch Täler und über Hochebenen, Bergkuppen und durch tiefe Wälder. Auf seinem abwechslungsreichen und naturbelassenen Weg durchquert er einzigartige Naturräume, darunter in NRW die Moorlandschaft des Hohen Venn, das einsame Rurtal und die mächtigen Stauseen der Nordeifel.

www.eifelsteig.de | www.wandermagazin.de

 

Foto : © Nationalparkforstamt Eifel

Brauerei, Imkerei, Schäferei oder Obstbrennerei: Über 30 Betriebe werden vorgestellt

Vom Nieheimer Käse bis zum Lipper Honig: Im Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge gibt es regionale Leckerbissen von süß bis herzhaft. Ein neuer Genussführer gibt einen Überblick über vor Ort produzierte Spezialitäten. Die Broschüre „Einkaufen und Genießen — Von Hofladen zu Hofladen“ stellt ausgewählte Produzenten und Läden vor, die sich auf Direktvermarktung spezialisiert haben. Neben über 30 Betrieben, darunter sind neben verschiedenen Höfen auch eine Brauerei, eine Imkerei, eine Schäferei und eine Obstbrennerei, finden sich Exkurse zu Themen wie Kürbiskunde oder dem Deutschen Käsemarkt in Nieheim. Letzterer fand vom 7. bis 9. September 2018 zum 11. Mal statt: Käsereien aus dem In– und Ausland stellen dann ihre handgemachten Spezialitäten im historischen Ortskern vor. Der nächste Käsemarkt Termin fällt auf den 2. bis 4. September 2022 (alle 2 Jahre am ersten September-Wochenende).

Das Buch kann kostenlos beim Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge bestellt werden und steht zum Download im Netz.

Internet: www.naturpark-teutoburgerwald.de

Foto: © Stadt Nieheim

Der Erlebnisaufzug der Burg Altena ist mit dem renommierten German Design Award ausgezeichnet worden. Der Rat für Formgebung hat das Projekt in der Kategorie „Excellent Communications Design – Interior Architecture“ zum Sieger gekürt. Der Erlebnisaufzug verbindet die Altenaer Innenstadt direkt mit der Burg und stellt eine zeit– und kräftesparende Alternative zum rund 20-minütigen Fußweg dar. 90 Meter geht es in den Berg hinein, 80 Meter nach oben. Innerhalb des Tunnels erhalten Besucher in einer 850 Quadratmeter großen Dauerausstellung Einblicke in 900 Jahre Burggeschichte. Dafür lobte die Jury das Projekt: „Sie macht die Geschichte der Burg und ihre Bedeutung für die Region auf einem so spannenden wie unterhaltsamen und mit multimedialer Technik unterstützten Erlebnisparcours für jung und alt erlebbar. Ein bemerkenswertes Gesamtkonzept, das Architektur, Denkmalschutz, Tourismus und Edutainment perfekt zu einer Einheit verbindet.“

Der gemeinsam von Klaus Hollenbeck Architekten, Mathias Lim und Partner sowie expo2508/projekt2508 realisierte Erlebnisaufzug ist im April 2014 eröffnet worden und zählte bereits in den ersten 15 Monaten mehr als 100.000 Besucher. Finanziert wurde das touristische Projekt der Regionale Südwestfalen 2013  zu 90 Prozent aus Fördermitteln der EU und des Landes NRW, die übrigen 10 Prozent teilen sich der Märkische Kreis und der Sponsor Mark-E für die Stadt Altena.

Der Rat für Formgebung geht auf einen Beschluss des ersten Deutschen Bundestages zurück, der für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie und die bestmögliche Qualität deutscher Erzeugnisse die Einrichtung eines solchen Gremiums forderte. Heute sind darin über 200 designorientierte deutsche Unternehmen organisiert, die mehr als zwei Millionen Mitarbeiter beschäftigen.

Foto: © DJH Westfalen-Lippe