Archive for Dezember, 2020


Der Tauch Gasometer im Landschaftspark Duisburg Nord ist um eine Attraktion reicher: Ein Flugzeugrumpf ist im Wasser versenkt worden und kann dort nun von Tauchern besucht werden. Neben der Kabine der Maschine vom Typ ATR 42, ein 50-Sitzer, finden sich bereits ein künstliches Riff, das Wrack einer Motoryacht sowie ein Trabi in dem ehemalige Gasbehälter der Hochofen-Anlage. Mit einer Tiefe von 13 Metern, einem Durchmesser von 45 Metern und einem Fassungsvermögen von 21 Millionen Litern Wasser ist der Gasometer das größte Indoor Tauchcenter Europas.

Foto:  © Thomas Berns

Über 100 Jahre lang wurde im Bergwerk Nuttlar im sauerländischen Bestwig Schiefer abgebaut. Jetzt können Höhlentaucher das Stollenlabyrinth erforschen. Das rund zwölf Kilometer große Tauchparadies erlaubt ein Abtauchen bis in 30 Meter Tiefe. Die Taucher finden dabei unter Tage alles so vor, wie die Bergleute es bei der Stilllegung des Bergwerks 1985 verlassen haben: Unter anderem stehen noch Loren auf ihren Schienen und im Pausenraum hängen  noch die Jacken der Bergleute an der Wand.

Das Tauchbergwerk ist an den Wochenenden jeweils von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Sondertermine können unter der Woche auch vereinbart werden. Eine Tageskarte kostet 59 Euro.

Das Tauchbergwerk ist aber nicht der einzige ungewöhnliche Ort in NRW, an dem man abtauchen kann. Auch der ehemalige Gasometer im Landschaftspark Duisburg-Nord ist geflutet und für Taucher freigegeben. Das Tauchrevier Gasometer ist das größte Indoor-Tauch- und Ausbildungszentrum Europas. Die Tauchschule bietet sowohl für Anfänger als auch für angehende Tauchlehrer Kurse an. Wer schon tauchen kann, darf aber auch alleine abtauchen.

Foto : (c) Björn Dorstewitz/www.UWPICs-Bjoern.de
www.bergwerktauchen.de | www.tauchrevier-gasometer.de

Zwei neue Krimi-Reiseführer stellen Schauplätze der bekannten Fernsehserien vor.

Krimi-Fans, die in Münster die Fährten von Fernseh-Kommissaren und TV-Detektiven verfolgen möchten, bekommen Unterstützung: Zwei neue Stadtführer helfen dabei, die Original-Schauplätze aus dem Münster-Tatort und den „Wilsberg“-Krimis zu entdecken.

Der Reiseführer „Tatort Münster — Auf den Spuren von Boerne und Thiel“ enthält Wissenswertes zu den Hintergründen der Serie, über die Darsteller, ihre Rollen und die Drehorte. Leser erfahren, welche Szenen wo in Münster gefilmt wurden – und auch, welche falschen Bilder dabei teilweise vermittelt werden. So fahren die Tatort-Ermittler immer mal wieder über den Prinzipalmarkt, der in Wirklichkeit aber nur für Busse, Taxis und Lieferverkehr freigegeben ist. Prinzipalmarkt, Schloss oder Rathaus mit Friedenssaal: Auf der Krimi-Spurensuche lernen Besucher nebenbei die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten kennen. Allgemeine Reiseinfos zu Anreise, Unterkünften und Stadtrundgängen ergänzen den im Conrad Stein-Verlag erschienenen Kurzreiseführer, der für 10,90 Euro im Buchhandel erhältlich ist.

Das Büchlein „Wilsberg auf der Spur – Die Schauplätze der Kult-Serie in Münster“ begleitet Fans des Privatdetektivs Georg Wilsberg durch die Stadt. Es folgt den Spuren der Buch– und Filmreihe in Münster und im Münsterland, führt zu Original-Drehorten wie dem „echten“ Antiquariat sowie Ekkis Büro und zeigt die schönsten Seiten der Stadt und der Region. Als besonderes Extra enthält das Buch Interviews mit Wilsberg-Darsteller Leonard Lansink und Wilsberg-Erfinder Jürgen Kehrer. Der ebenfalls im Conrad Stein-Verlag erschienene Wilsberg-Führer ist für 12,90 Euro im Buchhandel erhältlich.

Weitere Angebote für Krimi-Fans, darunter ein Krimi-Stadtplan, thematische Stadtführungen, Krimi-Shows oder passende Übernachtungsangebote, finden sich im Netz auf den Seiten von Münster Marketing.

Foto : © Juliane Unkelbach

Ob Klettern, Paddeln oder Fallschirmspringen: Wer seine Freizeit in Nordrhein-Westfalen aktiv gestalten will, findet dafür ein breites Angebot. Ein neues Buch aus dem Essener Klartext-Verlag liefert einen kompakten Überblick.

Unter dem Titel „Schönes NRW. Freizeit aktiv für Groß und Klein“ finden sich dabei auch Tipps zu Klassikern wie Wandern oder Radfahren. Einen Großteil der gut 200 Seiten widmet der Autor jedoch anderen Betätigungsmöglichkeiten wie diversen Wasser- und Luftsportarten, Golfen oder auch dem Wintersport, der in Nordrhein-Westfalen auch außerhalb der Saison betrieben werden kann. Dazu gibt es viele Tipps, die insbesondere Familien mit Kindern ansprechen wie beispielsweise Mitmachmuseen, die sich ebenso wie Paintball- oder Kletterhallen gerade bei schlechtem Wetter für einen Ausflug anbieten.

Die einzelnen Tipps sind zusammengestellt nach Themen und Regionen. Da neben bekannten Einrichtungen auch ungewöhnliche Angebote vorgestellt werden, eignet sich das Buch für Einheimische ebenso wie für Touristen.

Das Buch ist nicht das erste in der Reihe „Schönes NRW“. Zuvor waren bereits  vier andere Titel hierzu im Klartext-Verlag erschienen. Neben allgemeinen Ausflug- und Reisetipps liefern sie Anregungen für Cabriotouren und Ausflüge in historische Stadt- und Ortskerne in Nordrhein-Westfalen.

„Schönes NRW. Freizeit aktiv für Groß und Klein“ ist im Buchhandel oder direkt auf der Verlagsseite im Internet erhältlich und kostet 13,95 Euro. www.klartext-verlag.de

Foto : © Foto Oliver Franke/Tourismus NRW e.V.

Ein Hotel nur für Frauen.

Nach einem harten Arbeitstag im Hotel mit einem Glas Wein entspannen – ohne dabei von einem Mann aus der Ruhe gebracht zu werden: Ein Traum !

Im neu eröffneten Hotel „Frauen-Zimmer“ in Köln kann Frau sich diesen Wunsch nun erfüllen. Denn nur weibliche Gäste bekommen hier ein Zimmer.

Das kleine Hotel in einem sanierten, renovierten Altbau verfügt über drei Zimmer, einen Aufenthaltsraum, einen Wintergarten sowie einen Garten im Innenhof. Die Übernachtung kostet ab 60 Euro für das Einzelzimmer, ab 100 Euro für ein Doppelzimmer.

Das neue Frauenhotel ist das erste seiner Art in NRW. In Hamburg und Berlin gibt es bereits ähnliche Unterkünfte, die nur weibliche Gäste aufnehmen. www.frauenhotelkoeln.de

Foto : (c) Sabine Gabus

Seit 2016 gibt es in Bochum eine Eisbahn: In der Jahrhunderthalle wurde erstmals der EisSalon Ruhr eröffnet. Auf 1.350 Quadratmetern können Schlittschuhläufer in dem Industriedenkmal ihre Runden drehen, sich im Eisstockschießen messen oder After-Work-Partys feiern. Bis zum 30. Dezember ist die neue Indoor-Eislaufbahn geöffnet.

Vom 3. Dezember 2020 bis 8. Januar 2021 verwandelt sich auch das Wasserbecken im ehemaligen Druckmaschinengleis auf der Essener Kokerei Zollverein in eine Eisbahn. Nach Einbruch der Dunkelheit lässt eine Lichtinstallation die Unesco-Welterbestätte farbig leuchten.

Silke Dames / NRW Touristik

Foto : © Diessenbacher

Die EU-Kommission hat zwei westfälische Spezialitäten in das europäische Register regionaltypischer Spezialitäten aufgenommen. Der Westfälische Knochenschinken und die Stromberger Pflaume stehen mit dem europaweiten Schutz der geografischen Angabe ab sofort in einer Reihe mit dem Parmaschinken oder dem Champagner.

Als Westfälischer Knochenschinken und Stromberger Pflaume dürfen künftig nur Produkte bezeichnet werden, die aus der Region stammen und nach festgelegten Qualitätsanforderungen hergestellt werden. Dazu gehört beim Schinken unter anderem eine Reifezeit von mindestens sechs Monaten. Die in Oelde-Stromberg in der Münsterländer Bucht angebaute Pflaume ist eine sehr alte Zwetschgen-Sorte, die einen mild aromatischen Geschmack hat und keine Bitterstoffe bildet.

Mit diesen beiden geschützten Spezialitäten verfügen in NRW nun insgesamt elf regionale Produkte über den Schutz der Europäischen Union. Dazu gehören der Rheinische Zuckerrübensirup und Rheinisches Apfelkraut, Walbecker Spargel, Aachener Printen, Nieheimer Käse, Düsseldorfer Senf und Düsseldorfer Mostert, Kölsch sowie Dortmunder Bier.

Foto : (c) Tourismus NRW e.V.

Ob Grundnahrungs- oder Genussmittel – Waren zum Essen, Trinken und Genießen finden oft den Weg aus NRW in die Welt – und das schon seit vielen Jahren: Brandt-Zwieback etwa wird schon seit 1912 aus Hagen in viele Länder verschickt. Die Geschichte des Gebäcks, für den die orangefarbene Packung mit dem lächelnden Kind zum Erkennungszeichen geworden ist, lässt sich im Hagener Zwiebackmuseum erkunden. Im denkmalgeschützten „Haus Stennert“ ist neben dem Werksverkauf und einem modernen Bistro auch das Brandt-Museum zu finden. In zehn Räumen gibt‘s Gebäck-Geschichte und -Gegenwart zum Anfassen – auch für die Kleinen: Sie werden von Zwack, dem Zwiebackmännchen, durch die Ausstellung geführt. Stationen sind das Gründerzimmer, die Zwiebackproduktion mit dampfendem Ofen und eine begehbare Brandt-Markenzwieback-Schachtel.

Unmittelbar da, wo einst die Stollwerck-Fabrik Pralinen und Schokoladen herstellte, können Besucher sich heute in die Geheimnisse der Süßigkeiten einweihen lassen. Das Schokoladenmuseum Köln, das mit über 11 Millionen Besuchern zu den besucherstärksten Museen deutschlandweit gehört, gewährt umfassenden Einblick in Geschichte und Gegenwart der Schokolade und des Kakaos – und das nun schon seit 20 Jahren. Die museumseigene Schokoladenproduktion steht seit 2006 unter der Regie der Firma Lindt & Sprüngli, die weltweit als führend im Segment der Premiumschokoladen anerkannt ist.

In der Vorweihnachtszeit kommen in vielen Haushalten Aachener Printen auf den Kaffeetisch – in der Kaiserstadt selbst werden sie das ganze Jahr über gegessen. Auf der Themenführung „Printen, Schoko & Wein“ lernen Gruppen die Stadtgeschichte Aachens sowie die bekannteste kulinarische Spezialität näher kennen. Egal ob hart, weich, mit Kräutern, Schokolade oder Nüssen: In der 1688 gegründeten Aachener Printen- und Schokoladenfabrik Henry Lambertz sind alle Versionen erhältlich, inzwischen auch online.

Marzipan und Konfitüre haben die Firma Zentis bekannt gemacht, die seit 1893 in Aachen produziert.

Deutschlands Puddinghauptstadt liegt im Teutoburger Wald: Auf der Gruppentour „Rund um den Pudding“ entdecken die Teilnehmer Bielefelder Sehenswürdigkeiten und den Nahrungsmittelkonzern Dr. Oetker. Nach einer Stadtrundfahrt und einem typisch westfälischen Mittagessen geht es weiter in die Dr. Oetker Welt, in der der Weg eines Produkts von den Rohstoffen bis zur fertigen Ware demonstriert wird.

Foto : (c) ats / A. Herrmann