Thema: Lebensart@NRW


In Dortmund hat eine ganz besondere Ausstellung eröffnet: Das Flipper-Museum Ruhr zeigt Ausstellungsstücke, die nicht nur zum Anschauen gedacht sind. Zwei Mal pro Monat dürfen Besucher an den Spielautomaten die Kugeln flitzen lassen. Das älteste Spielgerät stammt aus dem Jahr 1953. Ein weiteres Highlight ist ein Flipper im „Kiss“-Design von 1978, der von den bleich geschminkten Hard Rockern persönlich getestet worden ist.

Insgesamt rund 20 Automaten hat der Verein „FlipperMuseum Ruhr“ gesammelt und in Stand gesetzt. Mit dem Museum will der Verein mehr Menschen für das Flipperspiel begeistern und diese Spielkultur auch in Zeiten von Computer– und Handy-Spielen bewahren.

www.flippermuseum-ruhr.de

Der Erlebnisaufzug der Burg Altena ist mit dem renommierten German Design Award ausgezeichnet worden. Der Rat für Formgebung hat das Projekt in der Kategorie „Excellent Communications Design – Interior Architecture“ zum Sieger gekürt. Der Erlebnisaufzug verbindet die Altenaer Innenstadt direkt mit der Burg und stellt eine zeit– und kräftesparende Alternative zum rund 20-minütigen Fußweg dar. 90 Meter geht es in den Berg hinein, 80 Meter nach oben. Innerhalb des Tunnels erhalten Besucher in einer 850 Quadratmeter großen Dauerausstellung Einblicke in 900 Jahre Burggeschichte. Dafür lobte die Jury das Projekt: „Sie macht die Geschichte der Burg und ihre Bedeutung für die Region auf einem so spannenden wie unterhaltsamen und mit multimedialer Technik unterstützten Erlebnisparcours für jung und alt erlebbar. Ein bemerkenswertes Gesamtkonzept, das Architektur, Denkmalschutz, Tourismus und Edutainment perfekt zu einer Einheit verbindet.“

Der gemeinsam von Klaus Hollenbeck Architekten, Mathias Lim und Partner sowie expo2508/projekt2508 realisierte Erlebnisaufzug ist im April 2014 eröffnet worden und zählte bereits in den ersten 15 Monaten mehr als 100.000 Besucher. Finanziert wurde das touristische Projekt der Regionale Südwestfalen 2013  zu 90 Prozent aus Fördermitteln der EU und des Landes NRW, die übrigen 10 Prozent teilen sich der Märkische Kreis und der Sponsor Mark-E für die Stadt Altena.

Der Rat für Formgebung geht auf einen Beschluss des ersten Deutschen Bundestages zurück, der für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie und die bestmögliche Qualität deutscher Erzeugnisse die Einrichtung eines solchen Gremiums forderte. Heute sind darin über 200 designorientierte deutsche Unternehmen organisiert, die mehr als zwei Millionen Mitarbeiter beschäftigen.

Foto: © DJH Westfalen-Lippe

Vom 27. bis zum 29. Mai 2016 treten sie beim Festival Snipes Funkin’ Styles, dem größten und wichtigsten Streetart-Event seiner Art, in der Jahrhunderthalle gegeneinandner an. Das Bochumer Festival ist das Finale des weltweiten Kräftemessens der Streetart-Tänzer. Ausgewählt werden die Teilnehmer über nationale und internationale Vorentscheidungen. Daneben werden gezielt herausragende Teams eingeladen.

Nach den „Preselections“ treten am 28. Mai die Solotänzer im „Eins gegen Eins“-Wettkampf an. In sechs verschiedenen Tanzstil-Kategorien zeigen die 16 besten Tänzer ihr Können. Am 29. Mai treten beim „World Team Battle“ 16 internationale Fünfergruppen gegeneinander an. Nachmittags batteln die „Hero Kidz“ im Alter von 9 bis 15 Jahren um den Titel. Begleitet werden die Wettkämpfe von verschiedenen Tanz-, Akrobatik– und DJ-Workshops mit renommierten Dozenten aus der ganzen Welt.

Neben der alljährlich stattfindenden Urbanatix-Show, die vom 11. bis 22. November 2016 wieder in der Jahrhunderthalle zu sehen ist, soll sich mit dem Snipes Funkin’ Styles ein zweites Streetart-Event in Bochum etablieren, allerdings im Zweijahresrhythmus.

Foto: © NYP Photography

Über 100 Jahre lang wurde im Bergwerk Nuttlar im sauerländischen Bestwig Schiefer abgebaut. Jetzt können Höhlentaucher das Stollenlabyrinth erforschen. Das rund zwölf Kilometer große Tauchparadies erlaubt ein Abtauchen bis in 30 Meter Tiefe. Die Taucher finden dabei unter Tage alles so vor, wie die Bergleute es bei der Stilllegung des Bergwerks 1985 verlassen haben: Unter anderem stehen noch Loren auf ihren Schienen und im Pausenraum hängen  noch die Jacken der Bergleute an der Wand.

Das Tauchbergwerk ist an den Wochenenden jeweils von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Sondertermine können unter auch vereinbart werden. Eine Tageskarte kostet 59 Euro.

Das Tauchbergwerk ist aber nicht der einzige ungewöhnliche Ort in NRW, an dem man abtauchen kann. Auch der ehemalige Gasometer im Landschaftspark Duisburg-Nord ist geflutet und für Taucher freigegeben. Das Tauchrevier Gasometer ist das größte Indoor-Tauch- und Ausbildungszentrum Europas. Die Tauchschule bietet sowohl für Anfänger als auch für angehende Tauchlehrer Kurse an. Wer schon tauchen kann, darf aber auch alleine abtauchen.

Foto : (c) Björn Dorstewitz/www.UWPICs-Bjoern.de
www.bergwerktauchen.de | www.tauchrevier-gasometer.de

Ein Teil des Münsterlandes, die Region „nördliche westfälische Bucht und südliches Emsland“ wird vom Bundesumweltministerium als erster „Hotspot der biologischen Vielfalt“ gefördert. Das rund 1.100 Quadratkilometer große Gebiet, das sich über die Kreise Steinfurt, Borken, Emsland und die Grafschaft Bentheim erstreckt, erhält in den nächsten sechs Jahren 2,6 Millionen Euro, um die besondere regionale Artenvielfalt zu erhalten.

Die Region im Grenzbereich von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen ist durch Nährstoff arme Sandstandorte geprägt, auf denen sich zum Beispiel Heiden, Borstgrasrasen und Magergrünland entwickelt haben. Tiere wie das Rebhuhn, die Heidelerche oder die Zauneidechse finden so geeignete Lebensräume. Zum Schutz dieser Arten und zur Entwicklung von vernetzenden Biotopstrukturen wird nun das Projekt „Wege zur Vielfalt – Lebensadern auf Sand“ umgesetzt. Darin geht es um den Schutz seltener Tier- und Pflanzenarten, aber auch darum, diese Natur auf verträgliche Weise für Menschen erlebbar zu machen. Der Kreis Steinfurt hat zusammen mit der Biologischen Station des Kreises Steinfurt, der Biologischen Station Zwillbrock, der Universität Münster sowie vielen weiteren Unterstützern und Partnern aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen das Konzept zur Entwicklung der charakteristischen, sandgeprägten Vernetzungsstrukturen ausgearbeitet.

Das Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ unterstützt seit 2011 Projekte mit bundesweiter Bedeutung in vier Förderschwerpunkten. Für den Förderschwerpunkt „Hotspots der biologischen Vielfalt in Deutschland“ wurden insgesamt 30 Gebiete nach naturschutzfachlichen Kriterien ausgewählt. Der Hotspot „Südliches Emsland und nördliche Westfälische Bucht“ erhält als bisher einziger eine Förderung durch den Bund.

Foto : (c) Kreis Steinfurt/ Thomas Israel

Zwei neue Krimi-Reiseführer stellen Schauplätze der bekannten Fernsehserien vor.

Krimi-Fans, die in Münster die Fährten von Fernseh-Kommissaren und TV-Detektiven verfolgen möchten, bekommen Unterstützung: Zwei neue Stadtführer helfen dabei, die Original-Schauplätze aus dem Münster-Tatort und den „Wilsberg“-Krimis zu entdecken.

Der Reiseführer „Tatort Münster — Auf den Spuren von Boerne und Thiel“ enthält Wissenswertes zu den Hintergründen der Serie, über die Darsteller, ihre Rollen und die Drehorte. Leser erfahren, welche Szenen wo in Münster gefilmt wurden – und auch, welche falschen Bilder dabei teilweise vermittelt werden. So fahren die Tatort-Ermittler immer mal wieder über den Prinzipalmarkt, der in Wirklichkeit aber nur für Busse, Taxis und Lieferverkehr freigegeben ist. Prinzipalmarkt, Schloss oder Rathaus mit Friedenssaal: Auf der Krimi-Spurensuche lernen Besucher nebenbei die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten kennen. Allgemeine Reiseinfos zu Anreise, Unterkünften und Stadtrundgängen ergänzen den im Conrad Stein-Verlag erschienenen Kurzreiseführer, der für 10,90 Euro im Buchhandel erhältlich ist.

Das Büchlein „Wilsberg auf der Spur – Die Schauplätze der Kult-Serie in Münster“ begleitet Fans des Privatdetektivs Georg Wilsberg durch die Stadt. Es folgt den Spuren der Buch– und Filmreihe in Münster und im Münsterland, führt zu Original-Drehorten wie dem „echten“ Antiquariat sowie Ekkis Büro und zeigt die schönsten Seiten der Stadt und der Region. Als besonderes Extra enthält das Buch Interviews mit Wilsberg-Darsteller Leonard Lansink und Wilsberg-Erfinder Jürgen Kehrer. Der ebenfalls im Conrad Stein-Verlag erschienene Wilsberg-Führer ist für 12,90 Euro im Buchhandel erhältlich.

Weitere Angebote für Krimi-Fans, darunter ein Krimi-Stadtplan, thematische Stadtführungen, Krimi-Shows oder passende Übernachtungsangebote, finden sich im Netz auf den Seiten von Münster Marketing.

Foto : © Juliane Unkelbach

Brauerei, Imkerei, Schäferei oder Obstbrennerei: Über 30 Betriebe werden vorgestellt

Vom Nieheimer Käse bis zum Lipper Honig: Im Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge gibt es regionale Leckerbissen von süß bis herzhaft. Ein neuer Genussführer gibt einen Überblick über vor Ort produzierte Spezialitäten. Die Broschüre „Einkaufen und Genießen — Von Hofladen zu Hofladen“ stellt ausgewählte Produzenten und Läden vor, die sich auf Direktvermarktung spezialisiert haben. Neben über 30 Betrieben, darunter sind neben verschiedenen Höfen auch eine Brauerei, eine Imkerei, eine Schäferei und eine Obstbrennerei, finden sich Exkurse zu Themen wie Kürbiskunde oder dem Deutschen Käsemarkt in Nieheim. Letzterer findet vom 2. bis 4. September 2016 zum 10. Mal statt: Käsereien aus dem In– und Ausland stellen dann ihre handgemachten Spezialitäten im historischen Ortskern vor.

Das Buch kann kostenlos beim Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge bestellt werden und steht zum Download im Netz.

Internet: www.naturpark-teutoburgerwald.de

Foto: © Stadt Nieheim

Tipps zu den schönsten Parks, dem leckersten Essen, den besten Wochenmärkten

Aachen mit den Augen eines Einheimischen entdecken: Das ist mit der neuen Broschüre „Aachen auf den zweiten Blick“ möglich. Auf rund 40 Seiten werden die Aachener Stadtviertel jenseits der Hauptsehenswürdigkeiten Dom und Rathaus vorgestellt.

Den wichtigsten Stadtvierteln ist ein eigenes Kapitel gewidmet, in dem jeweils Sehenswürdigkeiten und markante Gebäude präsentiert werden. Die Broschüre enthält außerdem Tipps zu Gastronomie, Einkaufs– und Freizeitmöglichkeiten. Vom Pontviertel über Burtscheid bis hin nach Kornelimünster gibt es Hinweise auf die schönsten Parks, das leckerste Essen, die besten Wochenmärkte und vieles mehr. Der Leser erfährt, wie die Wettersäule am Bahnhof funktioniert, warum Burtscheid bei Aachenern so beliebt ist und was es mit der Sage der Burg Frankenberg auf sich hat.

„Aachen auf den zweiten Blick“ kann online durchgeblättert werden.

Internet: www.aachen.de/aufzweitenblick

Foto: Oliver Franke, Tourismus NRW e.V.

Der Sauerländer Freizeitpark Fort Fun will zum ganzjährigen Ausflugsziel werden. Der neue Indoor Bereich wird zum Start der Sommersaison am 25. März 2016 um die Fort Fun L.A.B.S. erweitert. Die Abkürzung steht dabei für Lernen, Aktivieren, Bewegen, Spielen und soll Besuchern Raum zum freien Bewegen und spielerischen Lernen bieten.

Insgesamt investiert der Park in dieser Saison 1,2 Millionen Euro und damit die höchste Summe seit mehr als zehn Jahren. Ziel bleibt es weiterhin, den Park unabhängiger von wetter– und zielgruppenbedingten Schwankungen zu machen.

Bereits 2015 verzeichnete der Freizeitpark dank neuer Angebote eine positive Bilanz. Bei steigenden Besucherzahlen erhöhte sich der Umsatz um über zehn Prozent. Unter anderem war der Indoor Bereich mit einer ersten Attraktion eröffnet worden, außerdem gibt es wieder Tiere im Park. Zur Stärkung der Marke wurde die zugehörige Ferienanlage von Davy Crockett Camp in Fort Fun Abenteuercamp umbenannt.

Internet: www.fortfun.de

Foto : © Fort Fun

Die Rur ist die einzige naturbelassene Wildwasserstrecke in Nordrhein-Westfalen.

Im beschaulichen Monschau findet ein rasanter Wettkampf statt. Denn am 20. März werden Kanuten beim 61. Internationalen Wildwasserrennen mitten durch den historischen Kern des Eifelstädtchens paddeln. Das Monschauer Rennen auf der Rur, der einzigen naturbelassenen Wildwasserstrecke in Nordrhein-Westfalen, gehört zu den bedeutendsten Wildwasserrennen in Deutschland. Zuschauer haben insbesondere von der Rurbrücke aus und am Marktplatz eine gute Sicht auf das Geschehen.

Da der Wettkampf als Weltranglistenrennen gewertet wird, sind neben sämtlichen deutschen Titelträgern auch namhafte Kanuten aus dem benachbarten Belgien, Luxemburg und den Niederlanden am Start.

Internet: www.monschau.de   | www.kanu-wildwasser.de

Foto: (c) Foto: Oliver Franke, Tourismus NRW e.V.