Ein Teil des Münsterlandes, die Region „nördliche westfälische Bucht und südliches Emsland“ wird vom Bundesumweltministerium als erster „Hotspot der biologischen Vielfalt“ gefördert. Das rund 1.100 Quadratkilometer große Gebiet, das sich über die Kreise Steinfurt, Borken, Emsland und die Grafschaft Bentheim erstreckt, erhält in den nächsten sechs Jahren 2,6 Millionen Euro, um die besondere regionale Artenvielfalt zu erhalten.

Die Region im Grenzbereich von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen ist durch Nährstoff arme Sandstandorte geprägt, auf denen sich zum Beispiel Heiden, Borstgrasrasen und Magergrünland entwickelt haben. Tiere wie das Rebhuhn, die Heidelerche oder die Zauneidechse finden so geeignete Lebensräume. Zum Schutz dieser Arten und zur Entwicklung von vernetzenden Biotopstrukturen wird nun das Projekt „Wege zur Vielfalt – Lebensadern auf Sand“ umgesetzt. Darin geht es um den Schutz seltener Tier- und Pflanzenarten, aber auch darum, diese Natur auf verträgliche Weise für Menschen erlebbar zu machen. Der Kreis Steinfurt hat zusammen mit der Biologischen Station des Kreises Steinfurt, der Biologischen Station Zwillbrock, der Universität Münster sowie vielen weiteren Unterstützern und Partnern aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen das Konzept zur Entwicklung der charakteristischen, sandgeprägten Vernetzungsstrukturen ausgearbeitet.

Das Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ unterstützt seit 2011 Projekte mit bundesweiter Bedeutung in vier Förderschwerpunkten. Für den Förderschwerpunkt „Hotspots der biologischen Vielfalt in Deutschland“ wurden insgesamt 30 Gebiete nach naturschutzfachlichen Kriterien ausgewählt. Der Hotspot „Südliches Emsland und nördliche Westfälische Bucht“ erhält als bisher einziger eine Förderung durch den Bund.

Foto : (c) Kreis Steinfurt/ Thomas Israel

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